PISA 2000 und Pisa 2003 haben in einigen Teilnehmerstaaten ein heftiges Medienecho ausgelöst; in Deutschland ist das Wort "PISA" zum Inbegriff aller Probleme des Bildungswesens geworden.
In Deutschland fanden die Ergebnisse von PISA-2000 ein so überwältigendes Medien-Echo, dass von einem PISA-Schock gesprochen wurde. Besonderes Interesse fand der Leistungsvergleich der Bundesländer (PISA-E); bis dato hatten Kultusministerien einen solchen Vergleich stets zu verhindern gewusst. An der Lehrerstudie der OECD beteiligte sich Deutschland nicht. Auch wird man Unterschiede zwischen den internationalen und deutschen PISA-Berichten feststellen.
In Österreich löste die Veröffentlichung der Ergebnisse der PISA 2003 Studie heftige politische Debatten aus. Ähnlich wie in Deutschland sind soziale Unterschiede auffällig. Schüler aus allgemeinbildenden höheren Schulen, die schon bei PISA 2000 die besseren Ergebnisse lieferten, konnten das Niveau in etwa halten, während Schüler aus berufsbildenden Schulen stark absackten. Die Regierungsparteien (ÖVP und FPÖ) verwiesen bevorzugt auf schlechte Deutschkenntnisse von Ausländerkindern. Die ehemalige Bildungsministerin Elisabeth Ministerin Gehrer konstatierte weiterhin ein Fehlverhalten von Eltern, die sich zu wenig um ihre Kinder kümmern würden. Die Opposition (SPÖ und Grüne) äußerte den Vorschlag, statt des stark diversifizierten Schulensystems eine Gesamtschule einzuführen. Diese Idee ist stark beeinflusst vom finnischen Vorbild. Im dortigen Schulsystem gibt es zwar extreme Leistungsunterschiede innerhalb, aber kaum zwischen den Schulen. In Österreich jedoch war das Gegenteil zu spüren.