Vertreter eines Anstandsbegriffs im humanistischen Sinne verweisen darauf, dass diese oben als kultiviert bezeichneten Umgangsformen nicht Anstand in dem von ihnen verstandenen Sinne seien: wie sollten auch Kriegsplanungen, Pogrome, Kreuzzüge, politische, ethnische oder religiöse Repression und entsprechende "Säuberungen" mit den nachfolgenden Folterungen und Massenmorden bis hin zu Genozid, Klassenvernichtung (z.B. die Vernichtung der Großbauernschaft("Kulakentum") in der Sowjetunion unter Stalin oder in Rot-China unter Mao Tse Dong) oder der faschistische Holocaust am europäischen Judentum "erfolgreich" bis zum bitteren Ende mit Anstand in dieser humanistischer Bedeutung bewerkstelligt werden? Anstand, Fairness, Toleranz, Gerechtigkeitssinn und Mitgefühl in ihrer universalen Dimension, die alle Menschen in ihrer kreativen Verschiedenartigkeit anerkennt und sie ebenso wie die gesamte Schöpfung als schützenswert umgreift, werde von diesen Bewegungen verteufelt, unterdrückt und verfolgt.