Berufliches Gymnasium

Das berufliche Gymnasium (kurz: BG; auch: Fachgymnasium) ist in Deutschland eine Schulform im berufsbildenden Schulbereich.

Das berufliche Gymnasium ist ein dreijähriger vollzeitschulischer Bildungsgang in der Sekundarstufe ? (Klassen 11–13), der neben den allgemein bildenden Fächern der gymnasialen Oberstufe auch berufsbezogene Fächer, wie zum Beispiel Wirtschaft und Technik, umfasst. Für den Besuch wird die mittlere Reife vorausgesetzt, wobei bestimmte Zugangsvoraussetzungen mit einbezogen werden. Ziel ist der Erwerb des Abiturs (allgemeine Hochschulreife), das den Zugang zu allen Studiengängen an den Universitäten, Gesamthochschulen und Fachhochschulen, aber auch den Weg in eine berufliche Ausbildung, ermöglicht. Das Prüfungsverfahren, die Prüfungsanforderungen und die Inhalte in den allgemein bildenden Fächern sind denen der gymnasialen Oberstufe ähnlich. Abgängern wird nach der 12. Jahrgangsstufe unter bestimmten Voraussetzungen die Fachhochschulreife zuerkannt.

Innerhalb dieses Rahmens existieren (in Deutschland) je nach Bundesland im Detail Unterschiede, insbesondere beim Angebot der Fachrichtungen. Häufig angebotene Fachrichtungen sind:

  • Wirtschaft (siehe auch Wirtschaftsgymnasium)
  • Technik (siehe auch Technisches Gymnasium)
  • Gesundheit
  • Agrarwissenschaft
  • Biotechnologie
  • Ernährungswissenschaft
  • Sozialpädagogik

Die Fachrichtungen können wiederum in Schwerpunkte (Profile) unterteilt werden. Seit dem Schuljahr 2006/2007 wird das Fachgymnasium in einigen Bundesländern offiziell "berufliches Gymnasium" genannt. In Baden-Württemberg wird schon seit jeher diese Bezeichnung verwendet.