Berufskolleg

Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen

"Berufskolleg" ist in NRW ist die Bezeichnung für die aus den berufsbildenden Schulen und den Kollegschulen hervorgegangene Schule der Sekundarstufe II mit unterschiedlichen Schulformen. Intention des Berufskollegs ist dort eine zeitgleiche bzw. integrierte Qualifizierung sowohl im berufsbildenden als auch im allgemeinbildenden Bereich, was in den vielfältigsten Bildungsgängen bereits realisiert wird.

Berufskolleg Fremdsprachen

Das Berufskolleg Fremdsprachen ist eine zweijährige Berufsschule, die eine kaufmännisch-fremdsprachliche Ausbildung bietet und in einigen Bundesländern angeboten wird. Es soll die Allgemeinbildung der Schüler aus Realschulen, zehnten Klassen der Gymnasien und Werkrealschulen erweitern und sie an das Berufsleben heranführen. Die Ausbildung erfolgt im Vollzeitunterricht und der Schwerpunkt liegt auf den sprachlichen Fächern Deutsch, Englisch und Französisch. Spanisch kann als dritte Fremdsprache gewählt werden. Die Schüler legen nach zwei Jahren eine Prüfung zum staatlich geprüften Wirtschaftsassistenten ab, wenn der Schüler Mathe und Physik wählt, kann mit einer Zusatzprüfung die Fachhochschulreife erworben, mit der an Fachhochschulen ein Studium möglich ist.

Berufskolleg Grafik-Design

Unterrichtet wird nach einem staatlich vorgegebenen Lehrplan. Der Schwerpunkt liegt auf den berufsbezogenen Fächern Grafik-Design, Typografie, Fotodesign, Freies Zeichnen, Schriftgrafik und Medientechnik. Hinzu kommen theoretische Fächer wie Deutsch, Ethik, Englisch, Wirtschafts- und Sozialkunde, Mathematik, Kunstgeschichte, Werbelehre und Werbetext. Zum Erwerb der Fachhochschulreife können die zusätzlichen Fächer Englisch (FH) und Mathematik (FH) gewählt werden.

Berufskolleg in Baden-Württemberg

Das Berufskolleg zur Erlangung der Fachhochschulreife (BKFH) ist eine einjährige Berufsschule in Baden-Württemberg, die Schüler in einem Jahr mit Vollzeitunterricht zur Fachhochschulreife führt, mit der an allen Fachhochschulen im Bundesgebiet studiert werden kann. Der Besuch setzt die mittlere Reife sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus. Die Schwerpunkte des Unterrichts (kaufmännisch, technisch etc.) ergeben sich aus dem vorausgegangenen Abschluss der Berufsausbildung