Unterschiede zur FOS (Fachoberschule)

Nicht zu verwechseln ist die BOS mit der Fachoberschule (FOS), die im Allgemeinen zur Fachhochschulreife, also zur Möglichkeit des Studiums an einer Fachhochschule, nicht aber (direkt) zur Studienmöglichkeit an einer Universität führt. Mit der Einführung einer 13. Klasse der Fachoberschule (in NRW und Bayern) hat der FOS-Schüler allerdings die gleichen Möglichkeiten wie ein Schüler einer BOS. Trotzdem bieten Fach- und Berufsoberschulen dieselben Zweige an.

Der wesentliche Unterschied zwischen BOS und FOS besteht darin, dass man die BOS nur mit mittlerer Reife und Berufsausbildung bzw. mindestens fünfjähriger Berufserfahrung besuchen darf, während für die FOS die Mittlere Reife reicht. Trotzdem ist der Lernstoff der Jahrgangsstufe 13 von BOS und FOS identisch. In der 12. Jahrgangstufe unterscheiden sie die Schulen in dem Punkt, dass auf der FOS der Stoff zum Fachabitur von der 11. Jahrgangstufe (mit Praktikum) bis zur Prüfung in der 12. unterrichtet. Auf der BOS hingegen führt die 11. Jahrgangstufe (Vorklasse) lediglich zum Erwerb des mittleren Bildungsabschulusses (Niveau 10. Klasse Realschule). In der 12. Klasse erst erwirbt man das Wissen um auf Fachabiturniveau zum kommen. Somit ist in der 12. BOS der gleiche Lehrnstoff zu bewältigen, wie auf der FOS in gut 1,5 Schuljahren. In den 13. Jahrgangstufen ist der Stoff von FOS/BOS weitgehend identisch. In beiden Jahrgangstufen 12. und 13. schreiben BOS und FOS die gleichen Abschlussprüfungen. In der Vorklasse und Vorstufe gibt es keine Abschlussprüfungen.

Lehrpläne Bayern: http://www.isb.bayern.de/isb/index.asp?MNav=7&QNav=4&TNav=0&INav=0