Aus Sicht der Befürworter ist sie sozial gerechter, da nicht der weitere Bildungs- und Berufsweg schon durch die Schulwahl frühzeitig vorgezeichnet wird und sich spezielle Fördereffekte schwächerer Schüler ergeben. Diese Auffassung wurde durch die PISA-Studien bedingt bestätigt.
Dass die Einheitsschule auch gute Ergebnisse im Leistungsbereich bringen kann, zeigen die Ergebnisse der PISA-Studie, bei der Staaten mit einem Einheitsschulsystem wie beispielsweise Finnland Spitzenplätze erreicht haben. Obwohl davon ausgegangen werden muss, dass die guten Ergebnisse nicht ausschließlich auf das Einheits- oder Gesamtschulsystem zurückzuführen sind (sämtliche PISA-Verlierer haben auch Einheitsschulsysteme, während einige Staaten mit gegliederten Systemen auch sehr gut abschneiden), sondern auch auf gezielte Einzelförderung, verstärkte Schulautonomie, Kurssystem und Projektarbeit im Gegensatz zu Frontalunterricht, zeigt das Ergebnis doch, dass auch mit dem Einheits- bzw. Gesamtschulsystem gute Erfolge erzielt werden können.