Niedersachsen ist das erste Bundesland, in dem die Verteilung der Abituraufgaben über das Internet erfolgt.
In Nordrhein-Westfalen startete am 26. März 2007 mit dem Prüfungsfach Deutsch an 800 Gymnasien und Gesamtschulen erstmals die erste fast fünfstündige Zentralabiturprüfung, die den Schülern in Abweichung zur alten Regelung vier zentral ausgewählte Prüfungsthemen zur wahlweisen Bearbeitung vorlegt. Bei den Lehrern und rund 64.000 Schülern herrschte nach ersten Meinungsumfragen Zufriedenheit mit dem neuen Prüfmodus. Allerdings gab es in der Gedichtsanalyse im Deutsch-Leistungskurs gleich zwei Fehler. So wurde das Verfassungsdatum des Gedichts falsch angegeben, wobei sich die Aufgabenstellung auch noch explizit auf den epochalen, beziehungsweise historischen, Kontext bezog, und ein bedeutungsverändernder Fehler, der bei der Abschrift des Gedichts aus der Ursprungsquelle unbemerkt übertragen worden war, lag vor. Weitere bedeutende Fehler traten außerdem in den Klausuren der Leistungskurse Chemie und Biologie auf. Außerdem musste in den Klausuren des Sozialwissenschafts- und Geschichtsleistungskurses der Erwartungshorizont nachträglich abgeändert werden. Spekulationen über einen möglichen Vorteil für die Schüler beim ersten Durchgang in NRW sind laut Ministerium völlig überzogen. Im Einzelfall ist es jedoch fraglich, ob Aufgabenvorschläge auf dem diesjährigen Niveau noch im Vorjahr zugelassen worden wären.
Eine ähnliche Regelung existiert auch im Saarland, dort jedoch schon seit längerer Zeit. Hier werden aus vier Themenbereichen (Gedichtinterpretation, Texterörterung, Problemerörterung und Textanalyse) drei Themen im Abitur den Abiturienten vorgeschlagen. Eines dieser Themen muss dann bearbeitet werden.