Derzeit führen 14 der 16 Bundesländer ein Zentralabitur durch.
In vier Ländern wurde das Zentralabitur direkt nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt, teilweise unter Einfluss der französischen bzw. amerikanischen Besatzungsmacht:
Nach dem Ende der Besatzungszeit wurde es in Rheinland-Pfalz jedoch wieder abgeschafft.
Von den fünf Neuen Bundesländern führten vier das Zentralabitur bereits kurz nach der Wiedervereinigung ein. In der DDR wurde das Abitur zentral geschrieben:
Brandenburg orientiert sich zunächst an Nordrhein-Westfalen.
Im Zuge des PISA-Schocks setzte dann ein neuer, bundesweiter Trend zum Zentralabitur ein:
Das Land Schleswig-Holstein will das Zentralabitur 2008 ebenfalls einführen, allerdings zunächst nur in den Fächern Deutsch, Mathematik, den Fremdsprachen und den Naturwissenschaften.
Einzig Rheinland-Pfalz will derzeit das dezentrale Abitur beibehalten. Hier reichen die prüfenden Lehrer Aufgabenvorschläge ein, die von Landesfachberatern geprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Diese stellen die Einhaltung der EPA und der formalen Vorschriften sicher.