Mittlere Reife ist ein früher weit verbreiteter, heute offiziell nicht mehr benutzter Begriff (Ausnahme: Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern – letzteres führt ihn ab 2008 wieder ein) für die Fachoberschulreife.
Der mittlere Schulabschluss ist die Voraussetzung zum Besuch von Schulformen der Sekundarstufe ? (Fachoberschulen (FOS), Berufsoberschulen (BOS), Berufskollegs (BK), Gymnasien usw.). Je nach Bundesland und Schulart ist die Aufnahme an einer weiterführenden Schule jedoch außerdem an einen bestimmten Notendurchschnitt gebunden. In einigen Bundesländern wird auch zwischen einem "normalen" Abschluss, das heißt einem Abschlusszeugnis des 10. Schuljahrs, und einem "qualifizierten" Abschluss (zum Beispiel Erweiterter Sekundarabschluss ?) unterschieden. Nur der Qualifizierungsvermerk berechtigt dann zum Besuch einer gymnasialen Oberstufe.
Der Erwerb des mittleren Schulabschlusses ist mittlerweile in allen Bundesländern mit Ausnahme von Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein an zentrale Prüfungen gebunden. In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen finden diese Prüfungen erstmalig am Ende des Schuljahres 2006/2007 statt, in den übrigen Ländern sind sie bereits eingeführt. In etlichen Bundesländern sind Gymnasiasten davon ausgenommen, aber durchaus nicht in allen (so beispielsweise nicht in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg).