Geschichte der Waldorfschule

Die Waldorfschule entstand in den sozialen Wirren nach dem Ersten Weltkrieg aus den Versuchen Rudolf Steiners und Gleichgesinnter, ein vom Staat unabhängiges Geistesleben zu schaffen und Wissenschaft, Kunst und Religion zu einer als urtümlich angenommenen Einheit zurückzuführen. Anlass der am 7. September 1919 vollzogenen Schulgründung war die Anfrage Emil Molts, des Direktors der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik, bei Rudolf Steiner, ob er eine Schule für die Kinder der bei ihm beschäftigten Arbeiter gründen könne. Steiner übernahm die Ausbildung des Lehrerkollegiums und hatte bis zu seinem Tod im Jahr 1925 praktisch die Rolle eines Schulleiters der Astoria-Betriebsschule inne. Von der Zigarettenfabrik erhielt seine pädagogische Bewegung ihren Namen.

Im Nationalsozialismus wurde 1939/40 der Lehrbetrieb an Waldorfschulen, wie auch an den meisten anderen nichtstaatlichen Schulen, bis 1945 verboten.