Besonderheiten der Wirtschaftsschulen

Die Wirtschaftsschule bietet als einzige Schulart die innovative Übungsfirma als Unterrichtsfach (Übungsfirmenarbeit) an. Highlight der bisherigen Arbeit war die 1. Bayerische Internationale Übungsfirmenmesse 2004, die in Rosenheim stattfand. Mehr als 100 Aussteller aus Bayern, Italien und Deutschland boten Ihre virtuellen Waren an. Seit dem Schuljahr 2005/2006 werden die einzelnen Übungsfirmen einem Qualitätstest unterzogen. Auf freiwilliger Basis besteht die Möglichkeit, die eigene Übungsfirma zertifizieren zu lassen.

Eine weitere Besonderheit stellt das Pflichtfach Projektarbeit dar. Themen der Projektarbeit können von der Schule beliebig angeboten werden, wirtschaftlich oder allgemein orientiert sein, und beispielsweise Theaterspiel, Malerei, die Errichtung einer Corporate Identity über Schulkleidung und deren Vermarktung oder beliebige andere Ideen zum Inhalt haben. Das Hauptziel besteht in der Förderung und Stärkung von Teamfähigkeit, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz etc. Die Wirtschaftsschule ist die einzige Schulform, an der solche - an anderen Schularten üblicherweise als freiwillige Workgroups bzw. AGs bezeichneten - Aktivitäten im Rahmen des Pflichtunterrichts von jedem Schüler mit 40 Unterrichtsstunden pro Schuljahr besucht werden müssen.