Schule

Geschichte der Sonderschule

Geschichte der Sonderschulen für gehörlose und schwerhörige Kinder

Die Sächsische Landesschule für Hörgeschädigte Leipzig, Förderzentrum Samuel Heinicke wurde 1778 als erste Gehörlosenschule Deutschlands durch Samuel Heinicke gegründet.

Siehe auch: Gehörlosigkeit

Geschichte der Hilfsschule bzw. Sonderschule für Lernbehinderte

Sonderschultypen im Überblick

Man unterscheidet folgende Schultypen, die auf den jeweiligen Förderbedarf gezielt eingehen können:

Förderzentrum und mobiler Dienst

Der Begriff Förderzentrum hat in der Fachliteratur noch keine einheitliche Definition. Eine Sonderschule kann ein Förderzentrum sein ohne diesen Namen zu tragen.

Förderzentren sind häufig aus Sonderschulen entstanden, indem der Aufgabenbereich der Schulen „nach außen“ erweitert wurde. Die Sonderschullehrer des Förderzentrums sind nun nicht mehr nur für den Unterricht an der Sonderschule und die Betreuung der Schüler mit Behinderung dort zuständig, sondern zusätzlich für die Betreuung der Schüler mit Behinderung in allgemeinen Schulen.

Spezifische Förderung und Integration

Grundlage für die Aufnahme beziehungsweise Überweisung eines Kindes in eine Sonderschule ist die Feststellung eines spezifischen sonderpädagogischen Förderbedarfs nach einem von den Bundesländern gesetzlich geregelten Verfahren. Der Förderbedarf orientiert sich an Art und Umfang der Behinderung. Diesem Förderbedarf kann grundsätzlich in einer Sonderschule oder auch durch Integration in einer allgemeinen Schule entsprochen werden. In einigen Bundesländern gibt es ein weitgehendes Wahlrecht der Eltern behinderter Kinder zwischen beiden Formen.

Zum Begriff der Förderschule

Durch die Umbenennung der früheren Hilfsschulen in Sonderschulen für Lernhilfe oder Förderschule sollte unter anderem der zunehmenden Stigmatisierung der Schüler entgegen getreten werden. Ab Mitte der 1990er Jahre gehen immer mehr Bundesländer dazu über, den Begriff Sonderschule bei allen Sonderschulformen durch andere Begriffe wie Förderschule oder Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt zu ersetzen. Mit dem hier eingebauten Begriff der Förderung soll deutlich gemacht werden, dass die Schulen bestrebt sind, Beeinträchtigungen abzubauen und zu kompensieren.

Förderschule

Eine Förderschule, auch Sonderschule, Förderzentrum oder Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt, ist eine Schule für Kinder, die in der allgemeinen Schule nicht oder nicht ausreichend gefördert werden können, weil die notwendigen Rahmenbedingungen dort nicht vorhanden sind. Je nach Behinderung gibt es verschiedene Sonderschultypen beziehungsweise Förderschwerpunkte.

Da in Deutschland das Bildungswesen in der Verantwortung der Länder liegt, werden in verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Bezeichnungen gebraucht.

Hauptschule

Deutschland

Definition

Die Hauptschule, Ende der 1960er Jahre aus der sogenannten Oberstufe der Volksschule hervorgegangen, ist eine allgemeinbildende weiterführende Schule im Rahmen des gegliederten Schulsystems. Sie umfasst in der Regel die Klassenstufen 5 bis 9 bzw. 10 im Bereich der Sekundarstufe I und wird mit dem Hauptschulabschluss abgeschlossen. In den Bundesländern, in denen die Hauptschule als eigenständige Schulform existiert, gilt diese als Regelschule, muss also von den Schulträgern obligatorisch angeboten werden, und ist zugleich Pflichtschule, „weil alle schulpflichtigen Schüler und Schülerinnen, die keine andere [...] Vollzeitschule besuchen, zum Besuch der Hauptschule verpflichtet sind“.

Realschule

Deutschland

Definition

Die Realschule, bis 1964 als Mittelschule geführt, ist eine allgemeinbildende weiterführende Schule im Rahmen des gegliederten Schulsystems. Sie umfasst die Klassen 5 bzw. 7 bis 10 der Sekundarstufe I und wird mit der Mittleren Reife abgeschlossen. Laut Statistischem Bundesamt gab es im Schuljahr 2005/06 2976 Realschulen (0,9 % weniger als im Schuljahr zuvor) mit 1,32 Millionen Schülern (-2 % im Vergleich zum vorherigen Schuljahr).

Struktur von Gymnasien

Fachrichtungen

Nach den Fachprofilen unterscheidet man traditionell das

  • Humanistische Gymnasium (HG) mit Schwerpunkt bei den alten Sprachen (Latein, Altgriechisch). Das Interesse am altsprachlichen Unterricht nimmt zur Zeit wieder zu, Lehrer unterrichten teils fachfremd. (FAZ, 21. April 2006).
  • Neusprachliche Gymnasium (NG) mit Schwerpunkt bei den neuen Sprachen (früher auch Athenäum genannt) – siehe auch zweisprachiger Unterricht. Manchmal auch je nach erster Fremdsprache mit NGE (Englisch), NGL (Latein) oder NGF (Französisch) abgekürzt.
  • Mathematisch-naturwissenschaftliche Gymnasium (MNG, früher: Realoberschule oder Oberrealschule, in Österreich Realgymnasium, in Bayern seit 2003: Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium (NTG), da Mathematik in allen Fachprofilen gleich intensiv unterrichtet wird)

Gymnasien in verschiedenen Ländern

Bundesrepublik Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland besteht das Gymnasium im Rahmen des dreigliedrigen Schulsystems, wenn man die Sonder-/Förderschulen außer Betracht lässt. Andere Schulformen (zum Beispiel Berufskollegs) benutzen die Bezeichnung „Gymnasiale Oberstufe“. Mit der Bezeichnung „Höhere Schule“ war früher ausschließlich das Gymnasium gemeint; heute schließt die umgangssprachliche Bezeichnung auch andere Schulformen ein. Ein Gymnasium für Mädchen hieß früher Lyzeum.

Inhalt abgleichen