In Österreich werden Mastergrade von öffentlichen und privaten Universitäten, Fachhochschulen, sowie akkreditierten privaten Anbietern von "Lehrgängen universitären Charakters" (bis 2010) vergeben. Die Studiengänge können forschungsorientiert oder anwendungsorientiert, konsekutiv oder nicht-konsekutiv eingerichtet sein – diese Kategorien sind aber nicht scharf abgegrenzt. Der Aufwand muss nach einem Bachelor-Abschluss mindestens 120 ECTS-Punkten entsprechen.
Abschlussbezeichnungen
Je nach Institution und Zeitpunkt des Abschlusses gibt es eine Reihe verschiedener Abschlussbezeichnungen für Studien auf Master-Niveau.
Traditionell
Die ersten, mit dem Universitäts-Studiengesetz 1997 eingeführten konsekutiven Studien auf Master-Niveau wurden Magisterstudien genannt und genauso wie die traditionellen Diplomstudien mit den Graden Magister oder Diplom-Ingenieur abgeschlossen. Dies galt auch für Fachhochschulen, deren Grade mussten allerdings mit dem Zusatz "(FH)" geführt werden. Einige der häufigsten verliehenen Grade:
Englischsprachig
Im Jahr 2006 wurden die Abschlüsse durch Gesetzesnovellen von Universitätsgesetz 2002 und Fachhochschul-Studiengesetz 1993 geändert. Neu eingerichtete konsekutive Studien heißen "Masterstudien", als Abschlussbezeichnungen sind nur mehr die englischsprachige Bezeichnung "Master ..." oder - wahlweise, aber nur in technischen Fächern – "Diplom-Ingenieur" zulässig.
Der Zusatz "FH" entfällt nun für Absolventen eines Fachhochschul-Masterstudiums, auch wenn der Abschluss schon vor der Gesetzesnovelle erfolgte (Absolventen eines Diplomstudiums müssen ihn weiterhin führen) [1].
In nicht-konsekutiven Masterstudien (typischerweise als "Universitätslehrgänge" oder "Lehrgänge universitären Charakters" eingerichtet) wurden von Beginn an nur englischsprachige Mastergrade vergeben.
Einige der häufigsten verliehenen Grade: