Ein Modul ist bei Bachelor- und Master-Studiengängen an Hochschulen eine Lehreinheit, die aus mehreren Lehrveranstaltungen zu einem gemeinsamen Teilgebiet eines Studienfachs besteht. Ein Modul dauert in der Regel ein bis drei Semester. Jedes Bestandteil eines Moduls - dazu gehören auch mündliche oder schriftliche "Modulabschlussprüfungen" - wird entsprechend dem mit der Teilnahme verbundenen Zeitaufwand mit Credit Points (Studien- oder Leistungspunkten) gewichtet und in einer "Modulabschlussbescheinigung" benotet. Beispielsweise werden bei einem für Studienanfänger angebotenen einsemestrigen Modul zur Sprachwissenschaft einer Fremdsprache der Einführungskurs mit drei, die Übungen mit zwei und die einstündige schriftliche Prüfung mit einem Leistungspunkt gewichtet.
Für Module ist außerdem charakteristisch:
Modularisierte Studiengänge sollen Studierenden besser als Diplom-, Staatsexamina- und Magister-Studiengänge ermöglichen, sich ein Teilgebiet konzentriert und in zeitlichem Zusammenhang anzueignen. Mit den im Zeugnis erscheinenden und nach Modulen differenzierten Studienleistungen sollen mehr Angaben zur Verfügung stehen, die fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten von Hochschulabsolventinnen und -absolventen ausweisen. Zudem vereinfacht sich die Anerkennung von Studienleistungen bei einem Hochschulwechsel.