Eine Fachhochschule ist eine Hochschule für anwendungsorientierte Studiengänge auf wissenschaftlicher Grundlage. Die Fachhochschulen führen zumeist auch die englischsprachige Bezeichnung University of Applied Sciences, zu deutsch: Universität für angewandte Wissenschaften. Das Studienangebot von Fachhochschulen erstreckt sich über natur-, sozial-, wirtschaftswissenschaftliche, technische und künstlerische Studiengänge.
Auch die Fachhochschulen sind verpflichtet im Zuge des Bologna-Prozesses gestufte Bachelor- und Master-Abschlüsse in akkreditierten Studiengängen anzubieten beziehungsweise die herkömmlichen Diplom-Studiengänge auf das neue Studiensystem umzustellen. Einige Fachhochschulen bezeichnen sich nur noch als "Hochschule für Angewandte Wissenschaften" (Abk. HAW oder HS).
Fachhochschulen kooperieren bei Promotions- und Habilitationsrecht mit Universitäten. Fachhochschulabsolventen dürfen nach Verleihung des akademischen Grades Master direkt ein Doktorat-Studium an einer Universität belegen. Die meisten Universitäten gewähren auch Fachhochschul-Absolventen mit dem akademischen Grad Diplom (FH) einen direkten Zugang zur Promotion, jedoch gegenüber Absolventen von Universitäten mit verlängerter Studiendauer.
Der Hochschultypus "Fachhochschule" entwickelte sich in den 1970er Jahren zuerst in der Bundesrepublik Deutschland. Besondere bundesdeutsche Formen der Fachhochschulen sind die Fernfachhochschulen und die Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung. Seitdem sind im deutschen Sprachraum bis zu 200 staatliche und staatlich anerkannte Fachhochschulen mit unterschiedlichen Ausprägungen entstanden.