Sogut wie alle im Bundestag vertretenen großen Parteien haben parteinahe Stiftungen gegründet, die unter anderem besonders begabte Studenten, die sich auch gesellschaftlich engagieren, fördern. Es wird dabei auf unterschiedliche Dinge Wert gelegt - es von dem Einfluß der nahestehender Partei auf die Stiftung. Mehr Infos kann man von der jeweiligen Stiftung erhalten ( Bei den meisten Links handelt es sich um Links direkt zu den Seiten über die Studienförderung der jeweiligen Stiftung):
Konrad-Adenauer-Stiftung (CSU) »
Gefördert werden sowohl Deutsche als auch AusländerInnen (die Bedingungen werden auf den angegebenen Seite erläutert), die Bewerbung ist ab Studienbeginn möglich.
Bewerbungstermine: 15. Januar (SoSe) und 1. Juli (WiSe)
Adresse: Rathausallee 12, 53757 St. Augustin
Tel: 02241 / 246 - 311, Fax: 02241 / 246 - 573, www.kas.de
Die Konrad-Adenauer-Stiftung fördert in Deutschland, in Europa und in der Welt die freiheitliche Demokratie, die Soziale Marktwirtschaft und die Entwicklung und Festigung des Wertekonsenses.
Mit ihrer internationalen Arbeit wirkt die Stiftung an der Schaffung einer internationalen Ordnung des Friedens und der Gerechtigkeit mit und trägt zur Vertretung deutscher Interessen in der Welt bei.
Ausgangs- und Orientierungspunkt für die Konrad-Adenauer-Stiftung ist das christliche Verständnis vom Menschen als Geschöpf Gottes in seiner Gleichwertigkeit, Verschiedenartigkeit und Unvollkommenheit. Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist der Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität verpflichtet. Auf dieser Grundlage neuen Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden, ist wichtig für die Zukunft der christlich-demokratischen Bewegung in Deutschland, in Europa und vielen Ländern der Welt.
In einer immer mehr zusammenwachsenden Welt verlieren die Grenzen zwischen Innen- und Außenpolitik ihre frühere Bedeutung. Die Konrad-Adenauer-Stiftung wird daher ihre Arbeit im Inland immer mehr mit ihrer internationalen Tätigkeit verknüpfen. Sie wird ihre Kompetenz in der internationalen Arbeit und ihre Erfahrungen mit anderen Völkern, Kulturen und Wertesystemen in die Diskussion des Selbstverständnisses der christlich-demokratischen Bewegung einbringen. Dabei kann sie sich auf ihr weltweites Netzwerk stützen.
Heinrich-Böll-Stiftung (Bündnis '90/DIE GRÜNEN) »
Fördert erst ab dem Vordiplom, auch AusländerInnen.
Kurzbewerbung bis 1. März (SoSe) bzw. 1. September (WiSe).
Adresse: Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin
Tel: 030 / 285 34 - 400, Fax: 030 / 285 34 - 409, www.boell.de
Die Heinrich-Böll-Stiftung mit Sitz in den Hackeschen Höfen im Herzen Berlins ist eine politische Stiftung und steht der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahe. Die Stiftung arbeitet in rechtlicher Selbständigkeit und geistiger Offenheit. Ihre Organe der regionalen Bildungsarbeit sind die 16 Landesstiftungen.
Die Heinrich-Böll-Stiftung ist 1997 aus dem Stiftungsverband Regenbogen hervorgegangen, der Dachverband der drei Stiftungen Buntstift (Göttingen), Frauen-Anstiftung (Hamburg) und Heinrich-Böll-Stiftung (Köln) war.
Vorrangige Aufgabe der Stiftung ist die politische Bildung im In- und Ausland zur Förderung der demokratischen Willensbildung, des gesellschaftspolitischen Engagements und der Völkerverständigung. Darüber hinaus fördert die Stiftung Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung und die Entwicklungszusammenarbeit. Dabei orientiert sie sich an den politischen Grundwerten Ökologie, Demokratie, Solidarität und Gewaltfreiheit. (Alle Arbeitsbereiche im Überblick)
Heinrich Bölls Ermutigung zur zivilgesellschaftlichen Einmischung in die Politik ist Vorbild für die Arbeit der Stiftung.
Im Jahr 2003 arbeiteten 211 Personen für die Stiftung, 22 davon in den Auslandsbüros. Etwa 70 Prozent der Beschäftigten sind Frauen. Der Etat umfasste ca. 38 Mio. Euro, hauptsächlich aus öffentlichen Mitteln.
Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) »
Antrag stellen vor Abschluss des 2. Semesters, gefördert werden Deutsche und BildungsinländerInnen (Abitur in Deutschland).
Adresse: Godesberger Allee 149, 53170 Bonn
Tel: 0228 / 883 - 0, Fax: 0228 / 883 - 697, www.fes.de
Die Friedrich- Ebert- Stiftung (FES) wurde 1925 als politisches Vermächtnis des ersten demokratisch gewählten deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert gegründet.
Der Sozialdemokrat Friedrich Ebert - vom einfachen Handwerker in das höchste Staatsamt aufgestiegen - regte vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen in der politischen Auseinandersetzung die Gründung einer Stiftung mit folgenden Zielen an:
Die Friedrich-Ebert-Stiftung, von den Nationalsozialisten 1933 verboten und 1947 wiederbegründet, verfolgt mit ihren umfangreichen Aktivitäten diese Ziele bis heute. Als eine gemeinnützige, private und kulturelle Institution ist sie den Ideen und Grundwerten der sozialen Demokratie verpflichtet.
Aktuelle zentrale Themenfelder der FES-Arbeit sind:
Bundesstiftung Rosa Luxemburg (PDS) »
Förderung ab 3. (Uni) bzw. 2. Semester (FH) möglich.
Bewerbungstermin:
31. Oktober zum Sommersemester des nächsten Jahres, 30. April für das
Wintersemester.
Adresse:
Franz-Mehring Platz 1, 10243 Berlin
Tel: 030 / 44 310 223, Fax: 030 / 44 310 188, www.rosalux.de
Die Rosa Luxemburg Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus. Hervorgegangen aus dem 1990 in Berlin gegründeten Verein »Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V.«, entwickelte sich die Stiftung zu einer bundesweit agierenden Institution politischer Bildung, zu einem Diskussionsforum für kritisches Denken und politische Alternativen sowie zu einer Forschungsstätte für eine progressive Gesellschaftsentwicklung. An der Arbeit der Stiftung beteiligen sich viele ehrenamtliche Akteure.
Die Rosa Luxemburg Stiftung wurde 1992 von der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) - heute Die Linkspartei.PDS - als parteinahe, bundesweit tätige Stiftung anerkannt. Sie kooperiert im Rahmen eines Stiftungsverbundes eng mit den der Linkspartei.PDS nahestehenden Landesstiftungen und Vereinen in allen Bundesländern.
Die Rosa Luxemburg Stiftung, das sind
Ziele - Die Rosa Luxemburg Stiftung
Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP) »
Bewerbung ab dem 2. Semester möglich,
Bewerbungstermine: 30. November (SoSe) und 31. Mai (WiSe).
Adresse:
Alt-Nowawes 67, 14482 Potsdam
Tel: 0331/7019-349, Tel: 0331/7019-222, www.fnst.de
Friedrich Naumann - Stiftung für die Freiheit
"Daß wir selber frei zu werden suchen, soviel uns immer möglich ist."
Friedrich Naumann, Das Ideal der Freiheit (1905)
Die Stiftung für die Freiheit will dazu beitragen, dem Prinzip Freiheit in Menschenwürde in allen Bereichen der Gesellschaft Geltung zu verschaffen, im Inland wie im Ausland. Mit der Wahrnehmung ihrer satzungsmäßigen Aufgaben (politische Bildung und Politikdialog, Begabtenförderung, Forschung und politische Beratung, Archiv) will die Friedrich-Naumann-Stiftung zur Gestaltung der Zukunft beitragen. Zur Erfüllung ihrer im öffentlichen Interesse liegenden Aufgaben erhält die Stiftung öffentliche Zuwendungen.
Dank der Förderung der Stiftungstätigkeit mit derzeit 37 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes und der Länder ist die Stiftung außer in Deutschland heute in mehr als 50 Ländern aktiv.
Im Inland bietet die Stiftung vor allem jungen Nachwuchskräften vielfältige Foren: für den Austausch von Informationen und Erfahrungen in lebendigen Zusammenhängen und Formen. Es geht darum, Politik besser zu verstehen und die Bürger zur Beteiligung am politischen Prozess zu bewegen, dies geschieht in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach als dem Zentrum für den Dialog auch mit Gästen aus aller Welt, die an den Seminaren der Internationalen Akademie für Führungskräfte teilnehmen. Die Programme der Regionalbüros der Stiftung im Inland - Berlin, Halle, Hannover, Lübeck, München, Stuttgart und in Wiesbaden - bieten Chancen für das eigenverantwortliche Lernen über individuelle Möglichkeiten der Gestaltung von Politik. Die Stiftung arbeitet dabei mit einer Vielzahl von Kooperationspartnern zusammen. Die virtuelle Form der politischen Bildung ergänzt und vertieft das bisherige klassische Bildungsprogramm.
In klar definierten Perioden bearbeitet die Stiftung bestimmte Themenschwerpunkte.
Für den Zeitraum 2004-2007 sind dies:
Globalisierung und Entwicklung
Bildung als Grundlage einer freien Gesellschaft
Friedenssicherung und Konfliktprävention
Aktive Bürgerschaft und Kommunalpolitik
Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Verfassungsreform
Querschnittsthema
Die liberale Informationsgesellschaft
Mit ihren Themenschwerpunkten hat sich die Stiftung auch im Ausland positioniert. Die Förderung von Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ist der Kern der Arbeit der Regionalbüros in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika, ergänzt durch die Programme des internationalen und transatlantischen Dialogs. Die Stiftung unterstützt lokale, regionale und nationale Initiativen zur Verwirklichung der Rechte von Minderheiten, zur demokratischen Kontrolle von Sicherheitskräften und zur Stärkung von internationalen Koalitionen für die Menschenrechte. Des Weiteren unterstützen wir mit der Förderung von liberalen Parteien und Gruppierungen den Aufbau demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen. In Osteuropa fördert die Stiftung erfolgreich den Transformationsprozess der ehemals kommunistischen Staaten, und auf dem Balkan engagiert sie sich im Rahmen des europäischen Stabilitätspaktes. Ein dichtes Netz von Zusammenschlüssen demokratischer Parteien, von Menschenrechtsorganisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen ist das Fundament der Stiftungstätigkeit im Ausland. Der Kerngedanke der Stiftung im In- und Ausland ist die Verwirklichung von Freiheit und Verantwortung.
Politik ist Können und Wollen, unmittelbares Erleben. Die Stiftung bewahrt sich den Optimismus ihrer Gründer, dass es ihr auch in Zukunft gelingt, einen wirksamen Beitrag zu leisten, damit Politik für Freiheit in Menschenwürde auch im dynamischen Zeitalter der Globalisierung sozial und ökologisch verantwortlich bleibt. Damit dies gelingt, ist sie auf die Mitarbeit vieler Menschen angewiesen. Die Stiftung bietet auf vielen Politikfeldern Wissen und Erfahrungen an. Aus leidvoller Erfahrung mit Aufstieg und Fall von Demokratie in Deutschland, der Rückkehr von Krieg im südöstlichen Europa und dem immer noch krassen Wohlstandsgefälle in vielen Entwicklungs- und Transitionsländern erwächst die Verpflichtung, die von Friedrich Naumann initiierte Arbeit fortzusetzen.
Mit ihren 139 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland, ihren 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 180 Ortskräften im Ausland, 662 Stipendiaten und Stipendiatinnen, ihrem großen Kreis an Altstipendiaten, Freunden und Förderern verfügt die Stiftung über Wissen und Erfahrungen für die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Die Umsetzung der Ideen von Theodor Heuss - Völkerverständigung in Europa zum Beispiel - erfordert auch heute gut überlegte Konzepte, und zu deren Umsetzung bedarf es der institutionellen Stabilität. Eine wichtige Grundlage dafür ist die institutionelle Förderung aus dem Bundeshaushalt.
Vorstand und Kuratorium der Stiftung legen die Vorgaben für die Gesamttätigkeit der Stiftung fest, die von der Geschäftsstelle in Potsdam-Babelsberg gesteuert, koordiniert, evaluiert und verwaltet wird.
Es gehört zum liberalen Selbstverständnis der Friedrich-Naumann-Stiftung, ihre Ressourcen mit größtmöglichem Nutzen einzusetzen.
Darüber öffentlich Rechenschaft abzulegen und die Öffentlichkeit über ihre Tätigkeit und die Verwendung ihrer Mittel zu informieren, ist selbstverständliche Pflicht. Sie stärkt das öffentliche Vertrauen in die Seriosität ihrer Arbeit und trägt zu der Anerkennung bei, welche die Stiftung und vor allem ihre ausländischen Partner immer wieder erfahren. Frei nach dem Motto: "Wenn man es nur versucht, so geht's."
Hans-Seidel-Stiftung (CSU) »
Bewerbungstermine: 31.01. bzw. 31.07.
Adresse: Lazarettstr. 33, 80636 München
Tel: 089 / 12 58 - 0, Fax: 089 / 12 58 - 403, www.hss.de
Der Auftrag der Hanns-Seidel-Stiftung
"Im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung" - mit diesem Motto überschreibt die Hanns-Seidel-Stiftung ihre Arbeit und ihren Auftrag. Dieses Motto gilt sowohl für ihr Engagement im Inland - hier insbesondere natürlich im Freistaat Bayern - wie auch im Ausland.
Der frühere Bundespräsident Roman Herzog bezeichnete einmal die "Erziehung zur Demokratie" als "permanente und eigentliche Aufgabe der politischen Stiftungen". Sie trage dazu bei, "dass die Bürger der offenen Gesellschaft sich so kenntnisreich wie möglich am Entwicklungsprozess der Demokratie beteiligen können".
Das Verständnis für Demokratie muss in jeder Generation neu erworben werden. Gerade jungen Menschen müssen politische Zusammenhänge deutlich gemacht werden. Nur dann wird man sie auch motivieren können, sich selber zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. Um es auf einen knappen Nenner zu bringen: Demokratie braucht politische Bildung.
Zu dieser Überzeugungsarbeit für unsere Demokratie und die freiheitliche, rechtsstaatliche und soziale Ordnung gehört aber auch die Vergewisserung und Verankerung der Grundwerte und Normen unseres Gemeinwesen im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Der rasche und tiefgreifende Wandel, in dem sich unser Land befindet, verstärkt den Bedarf an Wertorientierungen, an Verwurzelung in verlässlichen Strukturen und überschaubaren Ordnungsräumen. Anders gesagt: Der wachsende Innovationsdruck auf Staat und Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik macht die Rückbesinnung auf unsere geschichtlichen Wurzeln und unsere geistig-kulturellen Fundamente umso notwendiger.
Seit ihrer Gründung am 11. April 1967 betreibt die Hanns-Seidel-Stiftung politische Bildungsarbeit mit dem Ziel - wie es in der Satzung heißt - die "demokratische und staatsbürgerliche Bildung des deutschen Volkes auf christlicher Grundlage" zu fördern. Damit baut die politische Bildungsarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung auf einem Menschenbild auf, zu dem die freie Entfaltung der Persönlichkeit und ihre Eigenverantwortung ebenso gehören wie die soziale Verantwortung und die Solidarität. Dieser Auftrag ist gerade in unserer Zeit, in der das Erfordernis von mehr Eigenverantwortung, einer neuen "Kultur der Selbstständigkeit" und einer "aktiven Bürgergesellschaft" immer stärker hervortritt, mehr denn je aktuell.