Im Jahr 1999 einigten sich die EU-Staaten (wenngleich nicht ohne Proteste vieler Hochschulen) auf den sogenannten Bologna-Prozess, der u.a. die Studien im deutschsprachigen Raum an die anglo-amerikanischen Strukturen annähert. Daher wird sich der Aufbau vieler akademischer Studien bis zum Jahr 2010 merklich ändern.
Viele Studienzweige haben diese Adaptierung bereits vorgenommen, die in Deutschland und Österreich insbesondere die Einführung der neuen Master- und Bachelor-Abschlüsse bedeuten. Vorteilhaft ist die künftige europaweite Vergleichbarkeit, die außer den 25 EU-Ländern noch etwa 20 weitere Staaten anstreben, und bei einem Studienabbruch die Möglichkeit, den Grad eines Bakkalaureus zu erreichen. Nachteilig ist das teilweise Vorziehen der Spezialisierung vom 3.-5. Studienjahr auf das 2.-3. Jahr, was vermutlich zu etwas geringeren Kenntnissen aus den Grundlagenwissenschaften führen wird.
Für einige Jahre ist die Umstellung oft mit enormen praktischen Problemen verbunden, was zur Kritik seitens der Hochschullehrer hinzukommt. Beides wird zwar in der breiten Öffentlichkeit nur wenig wahrgenommen, entwickelt aber eine stärkere Wirkung als z.B. die viel diskutierte Frage der Studiengebühren.