Die Regel-Studiendauer beträgt an europäischen Universitäten und Wirtschafts- bzw. Technischen Hochschulen meist 6-10 Semester, wobei das letzte Semester für die Diplomarbeit vorgesehen ist. Die tatsächliche Studiendauer ist allerdings - je nach Studienrichtung - im Durchschnitt um etwa die Hälfte länger. Dies ist einerseits eine Folge der Lernfreiheit (siehe akademische Freiheit), andererseits von Misserfolgen bei Prüfungen oder von bald einsetzender Berufstätigkeit vieler Studenten.
Das Regelstudium an einer Fachhochschule (UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES) dauert wie auch an Universitäten entsprechend 6 bis 10 Semester.
Ein Universitätsstudium gliedert sich traditionell in 2 Abschnitte von meist 4 und 6 Semestern (Vordiplom und Diplom), wobei zwischen den Semestern üblicherweise 1 und 3 Monate Ferien liegen (Semester- und Sommerferien, offiziell "vorlesungsfreie Zeit"). Allerdings wurden in den letzten Jahren viele Studiengänge an das anglo-amerikanische System umgestellt, wobei der 1.Abschnitt mit dem Bakkalaureat (Bacc.) abschließt. Er soll u.a. den früher relativ zahlreichen Studienabbrechern einen besseren Einstieg in die Berufswelt bieten, hat allerdings den 1. Studienabschnitt auf 5-6 Semester verlängert (und den 2. Abschnitt entsprechend verkürzt).