In Österreich sind die Heimträger private Vereine. Viele von ihnen besitzen aber ein enges Verhältnis zu politischen Parteien, Interessenvertretungen, Gebietskörperschaften oder kirchlichen Einrichtungen. Sie arbeiten nicht profitorientiert und gemeinnützig. Die meisten Heimträger betreiben nur ein Studentenwohnheim, allerdings gibt es auch Heimträger, die zehn und mehr Heime führen. Im Wintersemester 1997/98 gab es 192 Studentenheime mit 23976 Heimplätzen in Österreich, die von 105 Heimträgern verwaltet wurden.
Studentenwohnheime gibt es in den Universitäts- und Fachhochschulstandorten Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck, Linz, Leoben, Klagenfurt, Dornbirn und Eisenstadt.
| Die größten Heimträger in Österreich | Anzahl der Heime | Anzahl der Heimplätze |
|---|---|---|
| Akademikerhilfe | 14 | 2919 |
| STUWO Gemeinnützige Studentenwohnbau AG | 4 | 1200 |
| Österreichische Jungarbeiterbewegung ÖJAB) | 21 | 3500 |
| Österreichische Studentenförderungsstiftung | 17 | 2096 |
| Kuratorium Adolf Schärf Studentenheime | 6 | 1623 |
| Wirtschaftshilfe der Arbeiterstudententd> | 9 | 852 |
| Wirtschaftshilfe Bundesländer (gesamt) | 24 | 3144 |
| Stand 2001/02 bzw. 2005/06, Tochtergesellschaften nicht berücksichtigt. | ||
11 Prozent der österreichischen Studenten wohnten im Jahr 1998 in Studentenwohnheimen. Ihre monatlichen Wohnkosten beliefen sich dabei im Durchschnitt auf 2690 öS (zum Vergleich: Studenten in Wohngemeinschaften: 3470 öS. Studenten mit eigenem Haushalt: 4220 öS.).
Die Investionsförderungen für Studentenwohnheime durch die öffentliche Hand wird zur "indirekten Studentenförderung" gezählt.
Grundsätzliche gesetzliche Regelungen für das Leben in Studentenwohnheimen sind seit 1986 durch das Studentenheimgesetz (BGBL. 291/1986) festgelegt.