Studentenvertreter
Viele Studenten stehen Studiengebühren kritisch gegenüber.
Der "freie zusammenschluss der studentInnenschaften" fasste auf verschiedene Mitgliedsversammlungen Beschlüsse, jede Art von Studiengebühren abzulehnen.
Das Deutsche Studentenwerk befürchtet eine Beeinträchtigung der Gleichheit der Lebenssituationen in den verschiedenen Bundesländern, wenn Studiengebühren in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt werden. Da weiterhin auch die Rechtsgüter der Rechts- und Wirtschaftseinheit gefährdet seien, verlangt das Deutsche Studentenwerk eine bundeseinheitliche Regelung durch ein Bundesgesetz. Insbesondere befürchtet das Studentenwerk eine verstärkte Hemmschwelle für Kinder aus finanziell schwachem Elternhaus.
Der Krefelder Aufruf des aus über 200 Bündnispartnern bestehenden studentischen Aktionsbündnis gegen Studiengebühren kritisiert,
- dass Studiengebühren weiter soziale Risiken priviatisiere und damit gesellschaftliche Kosten auf den Einzelnen abwälze,
- dass Studiengebühren zu einem entsolidarisierten und antisozialem Bildungsverhalten führe,
- dass Studiengebühren schon vorhandene gesellschaftliche Ungleichheit repoduziere und schon vorhandene soziale Selektionswirkung des Bildungssystem verstärke,
- dass Studiengebühren den Status von Studierenden von dem eines Universitätsmitglieds zu einem Kunden verringere.
Die Deutsche Burschenschaft hat sich ebenfalls gegen die Einführung von Studiengebühren geäußert. Eine Zusammenarbeit mit oben Genannten Bündnissen findet nicht statt.
Hochschulen
- Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) befürwortet Studiengebühren, weil sie sich davon zusätzliche Finanzmittel für die Lehre verspricht.
Politische Parteien in Deutschland
- Die CDU/CSU befürwortet mehrheitlich Studiengebühren. Die von ihr geführten Landesregierungen in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland haben maßgeblichen Anteil an der Einführung von Studiengebühren gehabt.
- Die SPD lehnt mehrheitlich Studiengebühren für das Erststudium ab. Landesregierungen mit SPD-Beteiligung haben keine (allgemeinen) Studiengebühren eingeführt, sehr wohl aber Langzeitstudiengebühren z. B. in Niedersachsen und Studienkonten in NRW.
- Die FDP befürwortet mehrheitlich Studiengebühren.
- Die Linkspartei.PDS lehnt mehrheitlich Studiengebühren ab. Durch einen Beschluss des Landesparteitags hat sie die Einführung von Studienkonten in Berlin verhindert.
- Die Grünen lehnen mehrheitlich Studiengebühren für das Erststudium ab.
Interessenverbände
- Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) befürwortet Studiengebühren allgemein, kritisiert jedoch die gegenwärtige (Februar 2006) Umsetzung durch Landesregierungen: Präsident Dieter Hundt warf ihnen "engstirnige Kleinstaaterei" vor. Nötig seien bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen, aber auch mehr Autonomie für die Hochschulen bei der Umsetzung. Der "Flickenteppich" bei den Studienkrediten dürfe sich nicht zum "zentralen Mobilitätshemmnis" für Studierende entwickeln. Der in vielen Ländern vorgesehene Ausfallfonds sei im übrigen ein "Schlag gegen die Grundidee".
- Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di lehnt Studiengebühren ab, da diese besonders Familien aus der Unter- und der unteren Mittelschicht treffe.
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