Wissen ist Information, derer sich eine Person, Organisation oder eine andere Gruppierung gegenwärtig ist. "Wissen" ist abgeleitet vom althochdeutschen Verb wissan, das seinerseits von "gesehen haben" kommt, was auch etymologisch auf die Begründetheit verweist. Für den Begriff des Wissens findet sich seit der Antike im philosophischen und wissenschaftlichen Diskurs keine exakte und alle Aspekte umfassende anerkannte Definition, vielmehr gibt es zahlreiche, häufig ähnliche Definitionen, die jeweils abhängig vom Standpunkt des Definierenden formuliert sind (siehe unten). Seit dem 20. Jahrhundert wird der Begriff zunehmend auch aus dem Blickwinkel der Informatik betrachtet.
Als kleinster gemeinsamer Nenner lässt sich folgende Aussage formulieren:
Wissen steht in der griechischen Philosophie im Gegensatz zur Meinung. Demnach impliziere Wissen Wahrheit und könne durch keine Argumentation widerlegt werden, während eine Meinung zwar wahr sein könne, aber diskutabel sei. Dies ist aber umstritten (siehe auch Positivismusstreit).
Die Epistemologie, die den griechischen Wortstamm für Wissen (episteme) im Namen trägt, ist die Lehre von der Erkenntnis. Erkenntnis folgt erst dann aus Wissen, wenn erkannt wird, welche Relevanz die Einzelinformationen für die Lösung eines gegebenen Problems besitzen. Wissen kann man demnach also als potentielle Nutzinformation definieren.
Mit den sozialen Implikationen des Erwerbs von Wissen beschäftigt sich die Wissenschaftssoziologie.
Für den radikalen Konstruktivismus ist Wissen keine allgemeingültige Wahrheit, sondern immer subjektive Erkenntnis. Wissen kann zwar auch von anderen Menschen erfolgreich genutzt werden und ist damit intersubjektiv, wird damit aber nicht 'wahrer'. Für ihn gibt es daher kein 'objektives Wissen'.